08.05.2026 Auwatzn?! 20:00 Bozen (I)
09.05.2026 Auwatzn?! 20:00 Bozen (I)
14.05.2026 Auwatzn?! 20:00 Bozen (I)
15.05.2026 Auwatzn?! 20:00 Bozen (I)
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20.05.2026 Auwatzn?! 20:00 Bozen (I)
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22.05.2026 Auwatzn?! 20:00 Bozen (I)
23.05.2026 Auwatzn?! 20:00 Bozen (I)
       



Corinne Amrand - Auf Sicht
Musikvideo von Eva Kuen & Peter Schorn


Ein Blick in die Zukunft?
Vier Szenarien für 2030+
Konzept, Buch & Regie: Peter Schorn
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Peter Schorn on Instagram

Auwatzn?!*
Ein kabarettistischer Höllentrip 3.0 von Peter Schorn


Mit Eva Kuen, Laura Masten, Frederick Redavid, Peter Schorn und Daniel Pupp
Konzept und Texte: Peter Schorn
Regie: Eva Kuen und Peter Schorn
Musikalische Leitung: Daniel Pupp
Bühne und Kostüme: Andrea Kerner
Licht und Technik: Julian Geier
Foto: Tiberio Sorvillo 

*Aufwatzen [ˈaʊ̯vat͡sn̩]: schwaches Verb (ugs.), intransitiv. Südtirolerisch für “sich empören”, auch: “Unruhe stiften” oder “eskalieren”. Gebrauch: “Ett lång auwatzn zakkane!”

Anton A. Lighieri, Literaturstudent im Fernstudium und Danteliebhaber, ist vom rechten Weg abgekommen. Abgedrängt von einer Wölfin, einem Waldluchs und einer invasiven marmorierten Baumwanze (oder war es ein Goldschakal?) findet er sich just an seinem 30. Geburtstag – nel mezzo del cammin – in einer obskuren Apfelplantage irgendwo zwischen Gargazon und Burgstall wieder. Schnell wird klar: Anton muss in die Höllenkreise des Internet hinabsteigen, um das Betriebssystem zu hacken und zu retten, was zu retten ist.
Folgen Sie Anton auf eine rasante Heldenreise mitten ins Herz des Systems, einen Fiebertraum ganz ohne Schutzmacht, bei dem kein Auge trocken bleibt. Nehmen Sie es auf mit verführerischen russischen Trollen, verfahrenen Südtiroler Trampeln und versoffenen Tresen-Wahrheiten. Aber Vorsicht: am Ende kommen Dinge ans Licht, die Sie die Welt vielleicht mit völlig neuen Augen sehen lassen…

Seit 30 Jahren streckt die Carambolage mit ihrer Programmgestaltung die Antennen und Fühler aus, um den jeweiligen Zeitgeist einzufangen, kritisch Bilanz zu ziehen und zum Denken – und Lachen – anzuregen. Fast genau so lange ist es her, dass eine Handvoll visionärer Techno-Hippies auf der anderen Seite der Erde ins Internet aufbrach. Heute, 30 Jahre später, fragen wir uns beim Blick auf die (digitale) Welt: ist das noch der Stoff, aus dem die Träume sind? 





DIBBUK - Zwischen (zwei) Welten
Uraufführung

Eine Koproduktion der Kula Compagnie mit den Ruhrfestspielen und dasvinzenz München

mit: Max Bauer (DE) (Chao Liu (CN)), Hadar Dimand (IL/PT), Sara Khalili (AF), Slava Kushkov (DE), Céline Martin-Sisteron (FR), Tahera Rezaie (AF), Jonas Schlagowsky (DE), Peter Schorn (IT), Romaric Séguin (FR), Masha Shmoulian (IL), Zinedinne Smain (DZ), Robert Spitz (DE/IL)

Video-Gäste: Fariba Baqeri (AF), Andrea De Majo (IT), Pasquale Di Filippo (IT), Azar Mahdavi (AF), Khitam Hussein (DE/JO), Soliman Saien (AF), Alexander Simon (DE), Homan Wesa (AF)

Inszenierung: Robert Schuster (DE)
Dramaturgie: Yotam Gotal (IL)
Dramaturgische Begleitung: Zainab Qadiri (AF)
Sound: Max Bauer (DE)
Bühne: Sascha Gross (DE)
Video: Simon Vorgrimmler (DE)
Licht: Michael Bischoff (DE)
3D Design: Andrew Arnold (DE)
Produzent: Eric Nikodym (DE)
Botschafterin, Übertitelung, Regieassistenz: Khitam Hussein (DE/JO)
Regieassistenz: Lena Thiele (DE)
Produktion: Mareike Lehne (DE)

Altersangabe: 14+
Sprachhinweis: mehrsprachig, mit deutschen und englischen Übertiteln

Welche Kräfte der Vergangenheit ergreifen von unseren Körpern Besitz? Wie können wir ihnen Raum und Aufmerksamkeit geben, ohne dass sie Macht über uns erlangen? Wie gehen wir mit unseren heutigen Dämonen um?

Zusammenarbeit in Zeiten des Krieges
„Sprechen wir über Israel oder von Palästina? Ist die Bezeichnung Naher Osten eine neokoloniale Bezeichnung? Schon die Verständigung darüber fällt in Zeiten des Krieges so unsagbar schwer, dass das Verstummen miteinander so nahe liegt und damit der Rückzug in die jeweils eigenen Bastionen. Die KULA Compagnie unternimmt mit dem Projekt ‚DIBBUK – zwischen (zwei) Welten‘ genau den gegenteiligen Versuch. Kurz nach dem Beginn der Proben wird an ein und demselben Wochenende eine Schauspielerin im Iran aus Teheran nach Mashhad evakuiert, weil mit israelischen Angriffen gerechnet wird. Und eine Kollegin aus Haifa kann vermutlich nicht rechtzeitig zu den Proben nach Berlin kommen, da der israelische Luftraum gesperrt wurde, weil Angriffe aus dem Iran bevorstehen. Trotzdem versuchen Schauspieler*innen aus sieben Ländern das in diesen Tagen kaum Vorstellbare. Miteinander sprechen, miteinander ins Spiel zu kommen und hoffentlich zu bleiben, während der Krieg wütet. Wo möglich live, wo nicht möglich über Videobotschaften. Im Respekt vor dem Schmerz der anderen nicht zu verstummen, wird zur eigentlichen Botschaft. Aber wenn wir die Diversität der unterschiedlichen Repräsentanzen auf der Bühne ernst nehmen wollen, müssen wir auch unser Verständnis von politischem Theater verändern. Gemeinsame Positionen sich in der Krise nicht abzuverlangen, sondern die Unterschiedlichkeit diverser Interpretationen im Spiel zu halten, sie auszuhalten ist der Versuch, der Sprache der Waffen etwas entgegenzuhalten. Worte zu suchen und auch den Schmerz des Schweigens als Respekt zu erfahren und nicht als Verstummen.“

Khitam Hussein, Yotam Gotal, Robert Schuster

Der neuesten Arbeit der transnationalen KULA Compagnie liegt eines der bedeutendsten Werke der Jiddischen Literatur als Vorlage zugrunde: die volkstümliche Geschichte des „Dibbuk“, die der russisch-jüdische Schriftsteller Salomon Anski in den 1920er Jahren in ein Theaterstück umschrieb. Das Stück erzählt die Geschichte eines jüdischen Brautpaares, dessen Heirat durch den Dämon eines toten Mannes – den Dibbuk – verhindert wird, indem er in die Braut einfährt und von ihr Besitz ergreift. Die chassidisch-jüdische Liebesgeschichte greift alte persische Mystik auf, Grenzen werden dabei sichtbar und verschwimmen gleichzeitig.

Die Spieler*innen setzen die Erzählung in einen zeitgenössischen, interreligiösen Kontext und nutzen den Dibbuk als eine Chiffre für eine fremde Kultur im eigenen Körper. Die jüngste Eskalation des Konfliktes im 'Nahen Osten' stellt dabei für die Künstler*innen eine immense Herausforderung dar und verstärkt gleichzeitig das Motiv, sich in der künstlerischen Arbeit zu begegnen, um einen Beitrag zu Dialog und Verständigung in einer Zeit politischer Spannungen zu leisten. Die KULA Compagnie setzt auf die transformative Kraft des Theaters, um die scheinbar unüberwindbaren Grenzen, die die weltpolitischen Konflikte erzeugen, im künstlerischen Schaffen zu überbrücken.

Das transnationale, mehrsprachige Theater vereint Künstler*innen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Russland, Israel, Iran und Afghanistan. Nicht immer besteht für einzelne Beteiligte Einreisemöglichkeit in die Länder, in denen die Gruppe gastiert oder die Sicherheit einzelner Ensemblemitglieder ist nicht garantiert. Die Auseinandersetzung mit Grenzen, die Menschen in scheinbar unvereinbare Welten zu trennen versuchen, findet sich in vielen Arbeiten der KULA Compagnie. 2022 war ihre Arbeit „Das fünfte Rad. Ein Film aus dem afghanischen Untergrund“ im digitalen Programm der Ruhrfestspiele zu sehen.

Uraufführung:
am 17. Mai 2024 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Neue Termine: im Mai 2025 in Berlin, weitere Termine TBA



Underground Birds
A theatre journey through space and time

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Koproduktion der KULA Compagnie, der Vereinigten Bühnen Bozen, des Hålogaland Teater Tromsø und dem Simorgh Theater Herat (Afghanistan)

Regie
Robert Schuster
mit
Azar, Mahuba Barat, Zahra Barat, Fariba Baqueri, Tahera Rezaie, Sindre Arder Skildheim, Hadar Dimand, Pasquale di Filippo, Sarah Merler, Ingrid Mikalsen Deinboll, Alexandre Ruby, Jonas Schlagowsky, Peter Schorn und Céline Martin-Sisteron (*aus Sicherheitsgründen mussten einige der Namen der mitwirkenden Schauspieler:innen geändert werden)
Bühne und Kostüme
Sascha Gross • Musik Max Bauer • Bewegung Slava KushkovLicht Micha Beyermann

"Gemeinschaftlich gelingt eine Reflexion über Grenzen - in der Welt, den Köpfen und im Theater. Es lohnt sich!"
salto.bz

"Fremdheit und Flucht als zeitlose Themen, aktueller denn je."
ZETT am Sonntag

"Visuell und akustisch überbordernd..."
Tageszeitung Dolomiten

"Begeisterter Applaus!"
ff Wochenmagazin

"Über 20 Künstler*innen aus Afghanistan, Israel, Deutschland, Norwegen, Frankreich und Italien begeben sich [...] auf eine kollektive, gefährliche, künstlerische Reise und entwickeln gemeinsam ein Stück, das eine Geschichte von Liebe, Wahrheit, Krieg und Rettung erzählt."
franzmagazine.com


„Underground Birds“ ist eine länder- und kulturübergreifende Stückentwicklung. Über zwanzig Künstler:innen aus Norwegen, Frankreich, Israel, Italien, Südtirol und Afghanistan treten eine gemeinsame künstlerische Reise an, sie verhelfen in Zeiten des Krieges in einem kollektiven Schaffensprozess einer großen Liebesgeschichte zum Durchbruch. Das Projekt setzt dem sogenannten ‚Zeitalter der Risiken‘ das Spiel auf der Bühne entgegen. Das Spiel mit fremden Geschichten und Mythen. Wo verstecken sich unsere Ängste? Wie und warum entstehen Gräben in unserer Gesellschaft? Was lässt uns hoffend in die Zukunft blicken?

Zu sehen im Frühjahr 2023 in München (D) und im Hålogaland Teater in Tromsø (N) sowie im Frühjahr 2024 in Berlin (D)